Laut Nestorchronik wurde Kiew von drei Brüdern und einer Schwester namens Kyj, Schtschek, Choriw und Lybid aus dem Stamm der Poljanen gegründet. Sie errichteten eine Festung, die sie nach dem ältesten Bruder benannten („Kiew“ = ‚Stadt von Kyj). Dies soll spätestens am Anfang des 6. Jahrhunderts geschehen sein, da der Name des slawischen Fürsten Kyj in dieser Zeit in byzantinischen Chroniken erwähnt wurde.
882 wurde die slawische Stadt Kiew als fürstliche Residenz der Rus „Känugard“ genannt.
988 wurde es durch den zum Christentum übergetretenen Großfürsten Wladimir I. ausgebaut und als Zentrum der Kiewer Rus befestigt.
Im 11. und 12. Jahrhundert war Kiew bereits eine der größten Städte Europas (etwa 50.000 Einwohner).
Am 6. Dezember 1240 wurde Kiew von Mongolen unter Batu Khan (Goldene Horde) überfallen, fast alle Einwohner getötet und nahezu alle Gebäude niedergebrannt.
1320/65 kam Kiew an Litauen und 1569 wurde es zu einer polnisch-litauischen Provinzhauptstadt.
1667 fiel nach dem Frieden von Andrussowo die Stadt mit der gesamten linksufrigen Ukraine (Gebiete östlich des Dnepr) an das autonome Kosaken Hetmanat unter russische Vorherrschaft und wurde Hauptstadt eines russischen Gouvernements (Gouvernement Kiew).
Ab dem späten 19. Jahrhundert wurde Kiew, als Teil des russischen Reichs, ein wichtiges Handels-, Verkehrs- und Industriezentrum.
Die erste elektrische Trambahn der Welt wurde damals in Kiew in Betrieb genommen.
Ab 1920 war Kiew sowjetisch.
1934 wurde die Stadt an Stelle von Charkow Hauptstadt der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik.
Vom 19. September 1941 bis zum 6. November 1943 wurde Kiew von deutschen Truppen besetzt.
1982 fanden die Feierlichkeiten des 1500-jährigen Bestehens von Kiew statt.
1986 wurde die Stadt vom Tschernobyl-GAU schwer getroffen.
Seit 1991 ist Kiew Hauptstadt der unabhängigen Ukraine.

